Der Job oder das Leben?

Kernaussage: Wer einen dieser Bereiche konsequent ausblendet, führt ein unbalanciertes Leben. Das mag für eine gewisse Zeit gut gehen, aber dann gerät das Leben aus dem Lot.

Das Leben im Zeitmanagement

Ein Gastbeitrag von Marcus Mockler

 „Wer nicht weiß, in welchen Hafen er will, für den ist kein Wind der richtige.“ So hat der alte Seneca die Bedeutung von Zielen beschrieben. Und er hat recht. Viele von uns fühlen sich von den Böen des Alltags-Leben hin- und hergetrieben.

Auf der einen Seite sind die Ansprüche der Kunden oder des Arbeitgebers, auf der anderen nimmt uns die Familie in Beschlag. Vielleicht haben wir ehrenamtliche Verpflichtungen, und auch unsere Hobbys sollen einen festen Platz bekommen.

Was ein ausbalanciertes Leben sein könnte, entpuppt sich in der Realität als Stress auf allen Ebenen – und zwar negativer Stress, der uns krank macht.

Aussteigen für einen Tag

Wenn wir gesund bleiben wollen, müssen wir immer wieder aus dem Hamsterrad des Alltags aussteigen. Das Zauberwort dafür heißt „Dreamday“.

Das ist ein Tag (oder mindestens ein halber), an dem wir uns ausschließlich mit unseren Lebenszielen beschäftigen. Wir ziehen uns zurück, gehen an einen inspirierenden Ort – etwa eine Kapelle, eine Hütte am See oder das Restaurant des Stuttgarter Fernsehturms (wegen des Überblicks).

Dort reflektieren wir, was in unserem Leben wirklich wichtig ist. Viele neigen beispielsweise dazu, im Alltag den Beruf wichtiger zu nehmen als die Familie. Das ist verständlich, aber auch kurzsichtig. Denn als Basis für unser Lebensglück sind Beziehungen wichtiger als der Beruf – da sind sich die Experten einig.

Gleichzeitig kann der Mensch, der in harmonischen Beziehungen lebt, auch am Arbeitsplatz bessere Leistung bringen. Nur sollte er nicht erwarten, dass diese Beziehungen ohne eigenen Einsatz harmonisch bleiben. Der (Ehe-)Partner braucht nicht weniger Pflege als ein Kunde; die Kinder brauchen nicht weniger Zuwendung als die Kollegen.

Was wichtig ist, muss jede Woche vorkommen

Als ein Schlüssel zu einem ausgewogenen Lebensstil hat sich eine intelligente Wochenplanung erwiesen. Grundsätzlich gilt: Alles, was nicht mindestens einmal pro Woche einen festen Termin hat, ist Ihnen nicht wirklich wichtig.

Sie wollen etwas für Ihre Gesundheit tun und schaffen nicht mal an einem Tag in der Woche etwas Leibesertüchtigung? Dann geben Sie zu: So wichtig ist es Ihnen auch wieder nicht – andere Dinge bekommen Priorität.

Sie haben Ihrem Partner zugesagt, dass er der wichtigste Mensch in Ihrem Leben ist. Gleichzeitig bringen Sie es nicht einmal auf eine Stunde pro Woche, in der Sie tiefer schürfende Gespräche führen? Vergessen Sie’s.

So wird die Beziehung schal und oberflächlich bleiben. Sie sagen, Sie schuften für eine bessere Zukunft, haben aber in Ihrem Leben gar keinen Sinn erkannt? Dann wird Ihr Einsatz mittelfristig möglicherweise zusammenbrechen.

Auf diese vier Bereiche kommt es an

Psychologen haben vier Bereiche herausgearbeitet, die für ein ausbalanciertes Leben nötig sind:

  1. Körper (Gesundheit)
  2. Familie (Beziehungen)
  3. Beruf
  4. Sinn (Religion/Engagement für andere)

Wer einen dieser Bereiche konsequent ausblendet, führt ein unbalanciertes Leben. Das mag für eine gewisse Zeit gut gehen, aber dann gerät das Leben aus dem Lot.

Konkret: Haben Sie für die kommende Woche für alle vier Bereiche Termine anberaumt? Ich wünsche es Ihnen. Denn damit steigern Sie beträchtlich Ihre Chancen, seelisch gesund zu bleiben.

Marcus Mockler

Marcus Mockler ist Bestsellerautor („Dem Leben Richtung geben“), Managementtrainer und Coach. Seine Web Seite finden Sie unter www.marcus-mockler.de

 

Ihnen mehr Erfolg! wünscht Markus Buschmann


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